Von Dresden nach Hong Kong in 66 Tagen

1. bis 4. Tag

Es ist Freitag abend 18 Uhr, wir rennen zum Bahnhof. In wenigen Minuten soll die große Reise beginnen. In 66 Tagen wollen wir Hong Kong auf dem Landweg erreichen. Schon im Zug nach Warschau löst das Bewunderung aus - Asien statt Masuren.
In Polen angekommen testen wir unsere verbliebenen Russischkenntnisse - bekommen tatsächlich zwei Fahrkarten nach Moskau, leider ohne Platzreservierung. Diese erkaufen wir später beim Schaffner. Nach 800 Kilometern endet die Reise plötzlich abrupt. Geänderte Visa-Bestimmungen lautet die Schreckensnachricht! In eindrucksvoller Weise dürfen wir erleben, daß in Weißrußland noch Zucht und Ordnung herrscht! Bestechung unmöglich - nach zwei Stunden sitzen wir im Bummelzug zurück nach Warschau. Ein Tag und 200 Mark für Fahrscheine verloren! Immerhin zeigt uns Weißrußlands Bevölkerung noch recht eindrucksvoll, wie viele Zigaretten und Spiritus am Körper und im Zug versteckt werden können.
60 Doller für 15 Stunden Reise durch ein verrottetes Land sind uns zu viel - wir besuchen das Baltikum! Der visafreie Umweg beinhaltet immerhin einen Besuch in St. Petersburg!
Die Fahrt über polnische und littische Dörfer wird zum Abenteuer. Nach mehreren Stunden stehen wir mit 20 Deutschen in Shestokai - einem Bahnhof mit zwei Schienen und fünf Häusern. Vilnius erreichen wir leider zwei Stunden zu spät, der Zug nach Rußland ist abgefahren. Macht nichts, wir finden ein nettes Hotel, wo uns ein deutscher Bauarbeiter die Preise für Bier und Freudenmädchen erklärt.
Am nächsten Abend besteigen wir endlich den Zug gen Osten. Die zweite Klasse entpuppt sich als Liegewagen ohne Abteile ...

Vorletzter Bahnhof Polen Erster Bahnhof Litauen Vilnius

5. bis 9. Tag

Nach einer lustigen Zugfahrt zusammen mit etlichen russischen Muttis erreichen wir St. Petersburg. Die sagenumwogene Stadt präsentiert sich uns eher als häßlicher großer Moloch mit wenigen sanierten Nobelstraßen. Der Verkehr auf den zehnspurigen Straßen erschlägt uns - es bleibt die Metro als Fluchtpunkt. Hier funktioniert Rußland noch - alle drei Minuten ein Zug in den teils pompösen Stationen.
Schwierig gestaltet sich der Fahrscheinkauf. Im Bahnhof wird man trotz Russischkenntnissen an den teuren Touristenschalter verwiesen. Im Internet wurde der einzigste Onlineverkauf wegen normalen Preisen für Ausländer soeben geschlossen. Wir finden eine russische Webseite, die uns freie Verbindungen ausgiebt. Das dazugehörige Reisebüro entpuppt sich als riesiger Kartenschalter. Alle durchgehende Züge sind ausgebucht. Immerhin gelingt es uns nach zwei Nachmittagen 14 einzelne Fahrscheine bis kurz hinter den Baikalsee zu erwerben.
Die restliche Zeit in St. Petersburg verbringen wir als gesittete Touristen: Ermitage, Panzerkreuzer Aurora, Ballett, ...
Zweite Station in Rußland ist Moskau. Wieder schockiert uns der Verfall und die Blechlawine, wieder begeistert uns die Metro. Plötzlich stehen wir auf dem Roten Platz - links GUM, rechts Lenin, hinten die Basilika. Das Herz pocht. Das erste Ziel ist erreicht! Am letzten Abend besteigen wir den Fernsehturm. In 350 Meter Höhe stehen wir auf einer Glasplatte im Fußboden. Das Herz hört auf zu pochen! Aber wir waren oben - kurz danach brennt der Turm nieder.
Einen Tag später besteigen wir den Zug nach Sibirien. Im Abteil sitzen zwei dubiose Männer aus dem Kaukasus. Wir werden nun zwei Tage mit ihnen zusammen leben dürfen ...

St. Petersburg Roter Platz Kaufhaus GUM Blick vom Fernsehtum

10. bis 18. Tag

Wir verlassen Moskau und richten uns im Abteil häuslich ein. Unsere Mitbewohner kommen aus dem Kaukasus und geben vor, in Moskau Toilettenartikel zu verkaufen?! Ihre Mobiltelefone und andere Luxusgüter lassen bei uns nicht die erhoffte Stimmung aufkommen. Aber wir arrangieren uns, spielen gelegentlich miteinander Schach und versuchen uns zu unterhalten.
Nach zwei Nächten erreichen wir Omsk. Alles ist grau, selbst die Parks und das Wasser am Springbrunnen - dem Jugendtreffpunkt. Wir verschwinden am Abend ins Kino. Von der Leinwand grinst Jim Carrey - amerikanischer Witze jenseits der Gürtellinie.
Im Zug nach Novosibirsk lernen wir einen Geschäftsmann kennen. Er spricht etwas deutsch und spendiert uns ein Eis. Novosibirsk hat schon bessere Zeiten erlebt. Billige Hotels sind hier für Ausländer gesperrt. Wir finden einen Wolgadeutschen, welcher uns unbedingt helfen möchte. Er räumt sein Büro leer und wir schlafen auf dem Fußboden. Er entschuldigt sich, daß sein Fernseher defekt ist.
Nächster Stop ist Krasnoyarsk, die Nachtfahrt wird zur Höllentour - aus Platzmangel müssen wir im Sitzen schlafen. Am Bahnhof queren alle die Gleise. Touristen ist das verboten, ein Polizist verlangt von uns 8 Rubel Strafe. Wir zahlen die 70 Pfennige widerstandslos. Auch Krasnoyarsk hat nur Springbrunnen zu bieten, aber im Umkreis finden sich ein imposanter Staudamm und ein Granitgebirge.
Bis Irkutsk nutzen wir einen usbekischen Zug. Hygiene ist hier ein Fremdwort, das Klo ist unbenutzbar. Unsere Abteilgenossen sind über 60 und acht Tage unterwegs. Sie wollen unbedingt alles mit uns teilen. Russische Gastfreundschaft!

Omsk Novosibirsk Krasnoyarsk Blick aus dem Zug Blick aus dem Zug

19. bis 27. Tag

Wir erreichen Irkutsk - eine andere Welt! Am Bahnhof wird uns geholfen und in den Straßen gibt es grüne Bäume. Die nervigen Millionenstädte Sibiriens sind vergessen. Mit einem Bus fahren wir alsbald nach Listvjanka am Baikalsee.
Wir beziehen ein Zimmer in einer Holzhütte. Im Nachbarzimmer schnarcht der Besitzer, seine Katzen machen es sich bei uns im Bett gemütlich. Fließend Wasser gibt es nur im Bach, auf halbem Weg ist das Toilettenhäuschen. Zum Waschen suchen wir die Dorfdusche auf.
Nach zwei Nächten versuchen wir nach Port Baikal überzusetzen. Leider nimmt das offizielle Boot an diesem Tag keine Touristen mit. So mieten wir ein Ruderboot mit Hilfsmotor. Wir zelten am Ufer des Sees, baden im eiskalten Wasser. In der Nacht beginnt es zu regnen, die Gewitterfronten treffen sich genau über unserem Zelt. Wir ergeben uns den Naturgewalten und suchen am nächsten Tag erneut eine feste Unterkunft. Wir werden fündig. Nach einem kleinen Reitausflug sitzen wir mit Blick auf den Baikalsee im Banjo, der russischen Sauna. Besser kann der Abschied von Rußland nicht sein!
Am Tag darauf müssen wir zurück nach Irkutsk. Wieder fährt kein Boot, diesmal mieten wir den Eisbrecher. Abends steigen wir in den Zug. Nach 13 Stunden sind wir am letzten russischen Bahnhof angelangt. Der Zug füllt sich mit Schmuggelware - russische Seife und ein zerlegtes Motorrad verdrängen unser Gepäck. Nach sechs Stunden legt der Zug die 20 km über die Grenze zurück, weitere vier Stunden später rollen wir nach Ulan-Bator. Im strömenden Regen werden wir morgens am Bahnhof abgefangen und in ein Guesthouse gebracht. Die Stadt ist grau - wir wollen ins Hinterland!

Straße in Irkutsk Angara Port Baikal Ufer Baikalsee Kind in Nauschki (Grenze)

26. bis 31. Tag

Der Besitzer unseres Guesthouses hört auf den klangvollen Namen Mister Bold. Aus Erzählungen anderer Reisender hören wir von der Möglichkeit, in der Mongolei frei und unabhängig durch die Landschaft zu reiten. Mister Bold rät zur Vorsicht und bringt uns fürs Erste zusammen mit Steffen (D) und Angus (GB) in die Steppe. Dort verbringen wir eine Nacht in der traditionellen Jurte von Inkbold und seiner Familie. Wir wagen einen ersten Versuch auf mongolischen Pferden. Inkbold reitet mit uns zu all seinen Nachbarn, wir kosten mal gegorene Stutenmilch, mal salzigen Tee. Am frühen Morgen des nächsten Tages wird uns zu Ehren ein Schaf geschlachtet - wir dürfen zusehen und kosten. Frisch gestärkt reiten wir ein zweites Mal aus, Steffen streicht aufgrund des Sitzkomforts die Segel. Er zieht am Nachmittag eine kleine Runde auf dem Kamel vor. Auch wir werden zu einem Versuch überredet - weicher ist es allemal! Am Abend geht es zurück nach Ulan Bator.
Wir kommen ins Zweifeln, was das Richtige für uns ist. Reiten? Bustour? Weiterfahrt? Wir entscheiden uns für alles. In einer französischen Bäckerei entdecken wir einen Aushang von Kellie (Australien), welche ebenso Pferde mieten möchte. Sie möchte etwas organisieren, während wir vier Tage mit zwei Belgierinnen die Steppe motorisiert erkunden werden.

Ulan Bator Inkbolds Familie Sonnenuntergang

32. bis 36. Tag

Unsere Belgierinnen Bina und Luli haben im Guesthouse von Frau Nassan eine günstige Viertagestour gefunden. "Good Driver! Driver will show you everything!" wird uns versprochen. Wir sind gespannt. Unser Gefährt ist ein russischer Kleinbus - robust und kräftig. Der Fahrer scheint nicht reden zu wollen, dafür berichtet die Dolmetscherin fortwährend wie toll sie Westeuropa fände. In vier Tagen erleben wir eine eindrucksvolle - wenn auch monotone - Landschaft: Steppe, endlose Hügel und eine (!) Sanddüne.
Der Fahrer demonstriert uns eindrucksvoll sein Können. Berge werden kurzerhand überfahren statt umrundet. Straßen gibt es hier nicht, somit auch keine Karten. Kommt ein Nomade vorbei, wird er nach dem Weg gefragt, die Antwort mit einer Zigarette belohnt. Eine Fuchsjagd quer durch die Steppe bei 80 km/h bringt den Wagen an seine Grenzen, den Wagen hebt es fast aus. Diskussionen über den Fahrstil werden konsequent abgewehrt. Erst nach der Drohung auszusteigen, zotteln wir plötzlich mit Schritttempo durch die Gegend. Ein vernünftiger Kompromiss kostet uns eine halben Stunde - die Stimmung ist angespannt. Zudem wird ständig im Auto geraucht, es ist aber zu kalt für Fahrt mit offenem Fenster.
Am Ende der Tour sind wir etwas enttäuscht. Das Kloster Karakorum war natürlich eindrucksvoll, unser erneutes Reiten am zweiten Abend richtig schön. Aber muss man dafür vier Tage durch die Steppe heizen und derart viel bezahlen?

Innenansicht Jurte Felsen bei Karakorum Karakorum Murmeltier nahe Topf

37. bis 42. Tag

Zurück in Ulan Bator berichtet uns Kellie, dass sie keine Reittour organisieren konnte. Wir freuen uns darüber, von fertigen Angeboten haben wir die Nase voll. Wir holen uns auf dem Markt am Stadtrand Leder-Reitstiefel der russischen Armee aus ostdeutscher Produktion. Eine ehemaliger DDR-Gastarbeiter handelt uns einen perfekten Preis aus - 40 Dollar für zwei Paar. Dazu holen wir noch ein paar Stricke, um Pferde festbinden zu können. Am Abend werden wir von anderen Reisenden in den Fernsehraum einer Pizzeria eingeladen - lecker Lasagne, dazu "The Big Lebowski".
Nächster Tag, Mittag, es geht los. Wir finden einen Fahrer, der uns in den Nationalpark Tereldsh fahren möchte. Nach fünf Kilometern stoppt er, neue Preisverhandlung. Endlose Diskussion am Ende landen wir irgendwie doch noch am Ziel. Uns läuft ein Bauer über den Weg, der uns am nächsten Morgen vier billige Pferde bringen möchte. Nach einer Nacht im Wald tauschen wir Geld gegen Pferde inklusive Ausrüstung.
Etwas skeptisch nur lässt uns der Bauer alleine in der Landschaft verschwinden. Diese ist atemberaubend schön. Buntgefärbte Bäume, weite Ebenen umrahmt von Bergen und in der Mitte ein reissender Fluss. Wir geniessen das Gefühl von Weite und Freiheit. Abends lassen wir die Pferde grasen und kochen über dem Lagerfeuer. Das Flusswasser ist trinkbar, aber zu kalt zum schwimmen. In einer Nacht friert es. Hier gibt es nur vereinzelt Menschen. Mit einem machen wir flüchtige Bekanntschaft, als er unser entlaufenes Pferd einfängt. Staunend betrachten wir die Jagd, die uns allzusehr an die Szenerie eines Cowboyfilms erinnert. Nach vier Tagen gehen unsere Vorräte zu Ende und wir kehren entspannt zurück.
Die Rückfahrt wird lustig. Wir fahren auf den Ladeflächen von zwei LKW quer durch die Landschaft und unterhalten uns mit Mongolen. Am Abend erreichen wir Ulan Bator. Den letzten Tag widmen wir noch einmal der Hauptstadt, dann verlassen wir das zauberhafte Land!

Kelly beim Reiten Insel zum Zelten Reiten im Fluß

43. bis 49. Tag

Unser Zug zuckelt morgens in Ulan Bator los. Unsere Abteilgenossen sind aus Israel und Rußland. Gespräche verkürzen den Tag. Am nächsten Tag begrüßt uns China: Wir sind von seltsam buckeligen Bergen umgeben, über welche sich die große Mauer windet. Wenig später erreichen wir Peking.
Es ist gigantisch, es ist heiß, es ist zivilisiert. Wir gehen in eine Bank und stecken unsere EC-Karte in den Automaten - es funktioniert! Ein Franzose zeigt uns ein gutes Hotel mit fantastischen Preisen. Wir beschließen, eine Woche zu bleiben. Verbotene Stadt, Sommerpalast, Mauer, Himmelstempel kosten uns jeweils einen Tag. Die alten Bauten sind imposant. Störend ist allenfalls ihr lebloses dasein - als sinnentleerte Touristenattraktion. Was uns wirklich fasziniert ist das Leben dieser vielfältigen Stadt - riesige Wolkenkratzer neben alten gemütlichen Wohnvierteln, dazwischen immer ein Stand mit kulinarischen Köstlichkeiten.
Wir versuchen die Stadt mit dem Rad zu erkunden. Meterbreite Fahrradspuren werden durch Busse durcheinander gebracht, ab und zu tauchen auch überladene Lastrikschas auf. Ein heilloses Chaos - aber lustig. Auf dem Schwarzmarkt decken wir uns mit aktuellen CDs ein, das Stück ein Dollar. Wir bewundern natürlich auch das Ma(o)usoleum, wo gutmütige Chinesen Kunststoffblumen kaufen und ablegen, die kurz später weggeräumt und erneut verkauft werden.

Peking alt und neu Tempel Peking Straßenleben Peking Smog Peking

50. bis 52. Tag

Für die verbleibenden Tage in China entscheiden wir uns für die touristischen Massenziele. Scheinbar denken viele so - Xian erreichen wir im überfüllten Sitzplatzwagen. Zum Teil legen wir unter die Bänke, um etwas Schlaf abzubekommen. Uns gegenüber sitzt Gengtao, ein Student. Er nimmt sich unserer an und zeigt uns seine "Kleinstadt" - 3 Millionen Einwohner! Er führt uns zu einem guten Hotel, er kauft Stadtpläne, zeigt uns Supermärkte, Internetcafes und Restaurants. Bezahlen will oftmals er. (Chinesischer Monatslohn: 30 Mark.)
Natürlich besuchen wir die 8000 Tonsoldaten - es wirkt schrecklich touristisch und schrecklich interessant. Auf dem Rückweg baden wir in den Becken eines Wassertempels. Die Pagoden von Xian geben uns einen herrlichen Überblick über die boomende Stadt. Smog ist die dunkle Seite des Erfolgs.

Tonsoldaten Xian Smog Xian

53. bis 59. Tag

Nächstes Ziel ist das Dorf Yangshuo nahe Guilin. Das Paradies der Rucksacktouristen bezaubert durch atemberaubende Landschaften und unzählige Straßencafés. Nur die Hotelwahl will nicht so recht glücken. Hier trifft sich die halbe Welt - deutsche Aussteiger und amerikanische Wunderheiler. Und dazwischen wir.
Wir machen eine Höhlenwanderung mit allem drum und dran. Deutsche Forscher würden aufschreien - es wird an Tropfsteinen herumgeklopft und über Mineralbänder getrampelt. Im Matsch darf rumgesaut werden, nebenan fließt ein Bach zum Waschen. Selbst einen Pool mit Sprungturm gibt es. Andere Höhepunkte sind eine Radtour durch Reisfelder sowie eine etwas missglückte Flußfahrt im Reifen. Ansonsten geben wir uns vor allem zwei Gelüsten hin: Faulenzen und Essen!

Yangshuo Landschaft Yangshuo Landschaft Chinese nahe Yangshuo

60. bis 66. Tag

Wir verlassen die Volksrepublik China mit einem Schlafbus. Wie im Hühnerstall rasen wir durch die Dunkelheit nach Guangshou, von hier aus bringt uns ein Schnellboot ins kapitalistische China - nach Hong Kong.
Die Stadt verschlägt uns den Atem. Wolkenkratzer an Wolkenkratzer, dann der Hafen, dahinter alte verrottete Hochhäuser, wo Chinesen sowie Touristen hausen. So auch wir. Für fünf Quadratmeter ohne Fenster zahlen wir 50 Mark pro Nacht. Die Lebensmittelpreise sind ähnlich: Fünf Mark pro Liter Milch machen McDonalds zur einzigen Alternative. Doch die Stadt ist ihr Geld wert. Das Leben pulsiert, nirgends auf unserer Reise war Kommerz und Kultur so nahe. Peking und London verschmelzen hier. Aber was zum perfekten Urlaub noch fehlt, ist der Strand. So brechen wir auf, fahren mit Bussen, Bahnen und Fähren, laufen eine Stunde durch die pralle Sonne und finden ihn: den Traumstrand! Keine Straße, keine Fähre, also keine Menschen - nur zwei Bars, Sand, Sonne sowie Meer! Wir relaxen und lassen zehn Wochen Revue passieren.
14.033 Kilometer saßen wir im Zug. Rußland, Mongolei, China und Hong Kong - unterschiedlicher hätten die Stationen nicht sein können. Jedes Land brachte uns auf irgendeine Weise zur Verzweiflung, jedes Land begeisterte uns durch individuelle Schönheit. In Rußland war es die Ballade vom Baikalsee, in der Mongolei das Reiten auf "unseren" Pferden, in China das Bild der endlosen Reisfelder.
Was bleibt ist die Fahrt zum Flughafen, der Flug, drei Stunden in London, noch ein Flug, zwei Stunden in Berlin und das Trampen nach Dresden. Irgendwann ist jeder Traum zu Ende.






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